Neuer Blog

Mittwoch, 27 Januar 2010 von oberhubert

Grüß euch!

Nachdem der erfolgreichen Absolvierung meines Auslandsstudienjahres in Peru hat dieser Blog auch seinen Zweck erfüllt.

Aber wie ihr euch denken könnt hielt mich Peru mit seinen abwechslungsreichen Landschaften, den exotischen Früchten und den faszinierenden “Eigenheiten” weiterhin in seinem Bann, weshalb ich von August bis November 2008 noch einen 3-monatigen Forschungsaufenthalt in Lima absolvierte, um Daten für meine Diplomarbeit zu gewinnen.

Nach der Beendigung meines Studiums suchte ich neue Herausforderungen – und fand sie in einer Firmengründung in Peru. Von dieser und meinen weiteren Erfahrungen ab Januar 2010 handelt mein neuer Blog, den ihr unter

http://oberhubert2.wordpress.com

finden könnt.

Würde mich freuen,  euch auf meinem neuen Blog begrüßen und mit euch in Kontakt bleiben zu können.

LG

Hubert

Zahlenspiele

Montag, 14 April 2008 von oberhubert

So, nun ein letzter Bericht zu meinem Auslandsjahr in Lima, Peru.

Zuallererst: es war kein ganzes Jahr, sondern „nur“ 357 Tage bzw. 51 Wochen – oder anders gesagt: vom 3. März 2007 bis 22. Februar 2008.

Abgereist bin ich mit 54 kg Gepäck in 1 Koffer, 1 großen Rucksack und 1 Rucksack als Handgepäck, zurückgekommen mit 1 Rucksack mehr und insgesamt 67 kg. Das war natürlich „etwas“ über dem Limit, aber bei dem derzeitigen Dollar-Kurs war es verschmerzbar. ;-)
Außerdem habe ich neben dem physischen/materiellen Gepäck noch viel mehr an Erfahrungen, Eindrücken und Erlebnissen mit nach Hause genommen.

 

Die Reisedauer für die 17.000 km von München über Atlanta nach Lima war jeweils 17 Flugstunden und hinüber ca. 27 Stunden gesamt und zurück (ohne Zeitverschiebung) ca. 32 Stunden (dank überlangen Aufenthalt in Atlanta).

 

Studiert hab’ ich drüben natürlich auch brav, 22 Wochenstunden im ersten und 27 Wochenstunden im 2. Semester – mehr als in Innsbruck (dort war mein Schnitt 20 pro Semester). Nähere Infos kann ich bei Bedarf gerne geben (damit keiner meint, ich wäre dort nur auf der faulen Haut gelegen – das Gegenteil war der Fall!).

Aber nachdem ein Auslandsstudienaufenthalt ja nicht nur dem Studium diverser Fachbücher und –texte gewidmet sein sollte, sondern einem vor allem viel an Lebensweisheiten und Erfahrungen einbringen soll, hab ich neben dem universitären Bereich auch viel für meine persönliche Entwicklung getan. Hier nun eine kleine Zusammenfassung:

 

Nebst hunderten Kilometern in Boot und Bahn habe ich ca. 15.000 km im Bus und über 40.000 km im Flugzeug (ohne den Transatlantikflügen!) verbracht – über 57.000 km gesamt in diesen 357 Tagen.

In diesem Zeitraum habe ich 22 Flüge in 7 verschiedenen Staaten unternommen und 16 Flughäfen besucht, was durchschnittlich 1841 km pro Flug und 1,83 Flüge pro Monat sind. Meinen „Heimatflughafen“, den Aeropuerto Internacional Jorge Chávez (Lima International Airport), habe ich 17 mal als Abflug- oder Zielflughafen verwendet, was bedeutet, dass ich im Durchschnitt 1,42 mal pro Monat vom oder zum Flughafen Lima gefahren bin.

Der längste Flug, abgesehen von der Transatlantik-Kreuzung, war der Flug auf die Osterinsel mit knapp 7000 km und der Kürzeste von Pereira nach Bogotá in Kolumbien, 200 km.

Auch wenn ich diese Kilometer bei 5 unterschiedlichen Fluglinien abgespult habe, verwundert es nicht, dass ich bei jeder im Vielfliegerprogramm war und mir LAN, meine Stammfluglinie, deshalb sogar den Flug von Lima nach Sao Paulo und retour geschenkt hat.

Als kleiner „Nebeneffekt“ kann ich jetzt auch bei jeder Diskussion über die Unterschiede zwischen Airbus A 319, 320, 321, Boeing 737, 767, McDonnell Douglas MC-90 und Bombadier Dash 8Q-300 mitreden – Fliegen bildet! ;-)

 

Und nachdem ich ja von den ganzen Reisen und Erfahrungen ein paar Erinnerungen für später haben wollte, hab’ ich nicht nur Kiloweise Souvenirs (von Piranha- und Krokodilzähnen über Blasrohre bis hin zu Hängematten) sondern auch ca. 10.000 Fotos mit nach Hause gebracht.

 

Meine Reisen führten mich vom 109. bis zum 43. Grad westlicher Länge und vom 10. Grad nördlicher Breite bis zum 27. südlichen Breitengrad, oder anders ausgedrückt, vom entlegendsten bewohnten Ort der Erde (Hanga Roa, Osterinsel, über 3.000 km bis zur nächsten bewohnten Insel) bis zur größten Stadt Südamerikas (Sao Paulo, 12 Millionen Einwohner, mit Umland über 20 Millionen).

 

Dazwischen liegen Besuche in über 50 Städte und Orte verschiedenster Größe und in (fast) allen denkbaren Klimazonen:

 

  • Hochgebirge (Huaytapallana 5400 m)
  • Regenwald (Pucallpa)
  • Wüsten (Huacachina, Nazca, …)
  • einsame Inseln (Osterinsel)
  • Mangrovenwälder (Tumbes)
  • Gebirgssteppen (Altiplano)
  • verschiedenste Strände (Copacabana, Boca Grande, Punta Hermosa,..)
  • Vulkangebiete (Arequipa, …)
  • Tropen (Cartagena)

 

Kulinarisch hab ich vom Argentinischen Rindersteak über Meerschwein in verschiedensten Zubereitungsarten, Alpaka, Früchten in allen Variationen bis hin zu Schildkröte, Piranha und Krokodil alles durchgearbeitet und meinen Magen dabei erstaunlicherweise nie beleidigt.

 

Sportlich war ich auch recht fleißig:

 

  • Schwimmen in drei verschiedenen Meeren (Atlantik, Pazifik und Karibik) unterschiedlichsten Gewässern (Meer, Amazonas, Gebirgsbäche, duschen unter dem 3.-höchsten Wasserfall der Welt [770 Meter ]) und zusammen mit verschiedensten Tieren (Robben im Pazifik, Süßwasserdelfinen im Amazonas)
  • Baden in unterschiedlichsten, uralten Heilbädern (Baños del Inca, Monterrey, Chivay,…)
  • Besteigen von Gletschern (Huaytapallana 5400 m, Pastoruri 5200 m)
  • Sandboarden in der Wüste (Huacachina)
  • Surfen (Lima, Máncora)
  • Spaziergänge im Regenwald, in der Wüste, in Steppen und Halbwüsten, …
  • Barfussgehen im Bergregenwald (ca 4 Stunden)
  • Fischen von Piranhas und anderen Dschungel-Raubfischen

 

und auch sonst hab ich viel erlebt:

  • Besuch der ältesten Kultur Amerikas (Caral, 5000 v.Chr. – bauten ihre Pyramiden schon vor den Ägyptern!)
  • Fahrt mit der 2.-höchsten Eisenbahn der Welt (höchster Punkt 4870 m)
  • Besuch von zwei neuen Weltwundern (Machu Picchu, Peru und Christus-Statue, Rio de Janeiro)
  • Bootsfahrt am höchsten schiffbaren See der Welt (Titikakasee, 3800 m)
  • Besuch der einzigen österreichisch-deutschen Kolonie der Welt (Pozuzo, ca 3000 Einwohner die immer noch Deutsch sprechen)
  • Besuch der tiefsten Schlucht der Welt (Cañon del Colca, 3600 Meter Höhenunterschied)
  • Besuch des breitesten Wasserfalls der Welt (Iguazu-Fälle, Brasilien, 2,7 km breit)
  • Besuch des 3-höchsten Wasserfalls der Welt (Gocta, Peru, 771 m hoch)
  • Fotografieren des größten flugfähigen Vogels der Welt (Condor, Flügelspannweite bis zu 4 Meter)
  • Sehen aller vier südamerikanischen Kamelarten (Lama, Alpaka, Vincuña, Guanaco)
  • Teilnahme an einer Zeremonie mit einem Schamanen (Pucallpa)
  • Nächtliches Krokodil-Suchen (und auch finden!) in Flussabschnitten, in denen ich unter Tags geschwommen bin! (Ucayali)
  • Überfliegen einer der größten Geoglyphen (überdimensionaler Figuren) der Welt (Nazca)
  • Durchfahren einer der engsten und gefährlichsten Schluchten der Welt (Cañon del Pato, Huaraz – engste Stelle: 3 Meter von einer Seite der Schlucht zur anderen, Fahrbahnbreite meist unter 2 Meter)
  • Besuch von 11 indigenen Kulturen bzw. deren Kultstätten (Caral, Paracas, Nazca, Lima, Chavín, Huari, Chimú, Moche, Chachapoyas, Inka, Shipibo)
  • Erlernen von Wörtern in 4 nativen Sprachen (Quechua, Aymará, Shipibo, Moche)

 

Und hier noch ein paar „persönliche Rekorde“:

 

  • Höchster Höhenunterschied binnen 24 Stunden: 4900 Meter (Von Nazca via Arequipa nach Chivay)
  • Längste Busfahrt 25 Stunden (Lima – Chachapoyas)
  • Längste Autofahrt 15 Stunden (Ipiales – Manizales, Kolumbien, am Rücksitz eines Renault Clio!)
  • Längste Zugfahrt 12 Stunden (Lima – Huancayo)
  • Längste Flugdauer 9 Stunden (Lima – Santiago de Chile – Osterinsel)
  • Billigstes 3-Gänge Menü € 0,50 (in Huaraz, incl. Suppe, Hauptspeise, Nachspeise und Getränk)
  • Teuerstes 3-Gänge Menü € 30.- (Rosa Nautica, Haubenlokal in Lima)
  • Stärksten probiertes Getränk 96 % (Zuckerrohrdestillat in Huancayo)

 

Abgesehen von diesen „kleinen“ Reisestatistiken hier noch ein paar Zahlen zu meinem Weblog:

In diesen 359 Tagen habe ich 44 (hoffentlich für euch interessante) Beiträge verfasst und dazu 22 Kommentare erhalten. Mit Stichtag 23. Februar hatte dieses Weblog 4153 Besucher – im Schnitt 11,57 Besucher täglich! Der „beste“ Tag dieser Website war am 28. Februar – 58 Besucher!

Dieser (für mich) überraschend hohe Besucherschnitt ist wohl ein Beweis dafür, dass ich nicht nur “im stillen Kämmerlein” vor mir hingeschrieben habe, sondern sich auch jemand dafür interessiert hat! ;-)

Vielen Dank an all die treuen Leser!

 

Zur Veranschaulichung gibt’s wieder ein paar Bilder, Grafiken und Tabellen:

 

 

Zahlenspiele

 

So, das war’s mit meiner Berichterstattung aus und über Peru beziehungsweise Südamerika.

Ich hoffe ich konnte euch mit meinen Berichten ein paar Eindrücke meiner Erlebnisse in diesem einmaligen Jahr in dem fernen Kontinent vermitteln und vielleicht in dem einen oder anderen Leser auch die Reiselust nach Zielen in der Gegend wecken.

Für Fragen und Anregungen stehe ich euch natürlich auch weiterhin gerne zur Verfügung!

 

Hasta luego!

 

Hubert

 

Eine „wundersame“ Reise

Sonntag, 23 März 2008 von oberhubert

Mit einmonatiger Verspätung gibt’s nun endlich den Bericht über meine Brasilien- und Paraguay-Reise:

Aufgrund meiner intensiven Reisetätigkeit während des vergangenen Jahres und der dabei gesammelten Flugkilometer schenkte mir meine Stamm-Fluglinie LAN einen Gratisflug nach São Paulo – hin und retour natürlich!

Kaum aus Ecuador und Nordperu zurück machte ich mich am selben Abend schon wieder auf zum Flughafen und kam am 14. Februar früh morgens in São Paulo an.
Nachdem ich eine Unterkunft im Zentrum gefunden hatte machte ich mich gleich daran, die mit 12 Millionen Einwohnern größte Stadt Südamerikas zu erkunden. Dank des gut ausgebauten U-Bahn-Netzes kommt man sehr schnell und günstig in jede Ecke der Stadt (eine richtige Erholung im Vergleich zum täglichen Verkehrschaos in Lima). Damit mein Magen bei der anstrengenden Stadterkundung nicht zu kurz kam verköstigte ich verschiedenste Fruchtsäfte (alle natürlich frisch!) und ging am Abend in ein Rodizio (die brasilianische Version von „All you can eat“, Fleisch so viel man will oder kann).

Da die Stadt außer einer, zugegeben sehr beeindruckenden, Skyline und frischen Früchten nicht sehr viel zu bieten hat nahm ich am nächsten Abend einen Bus Richtung Rio de Janeiro, wo ich nach sechsstündiger, ruhiger Fahrt ankam.
Obwohl ich den Carneval leider um knapp zwei Wochen versäumte war die 8-Millionen-Stadt auf jeden Fall die Reise wert:
Christus-Statue (eines der neuen 7 Weltwunder!), Zuckerhut inklusive James-Bond-Gondelfahrt, die Strände von Copacabana und Ipanema, heiße Samba-Rhythmen, …. es gibt genug Gründe diese Stadt zu besuchen!
Nach einem Besuch im Niemeyer-Haus (der Architekt, der auch die Hauptstadt Brasilia plante), einem Bad im Atlantik an der Ipanema-Beach und einem Caipirinha am Zuckerhut musste ich meine Sachen leider schon wieder packen und mich abermals zum Flughafen begeben.

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Curitiba kam ich dann in meinem dritten Reiseziel an, Foz de Iguaçu.
Nahe der Stadt mit 300.000 Einwohnern an der Grenze zu Argentinien und Paraguay liegen die größten Wasserfälle der Welt, die Iguazu-Fälle, die natürlich DER Touristenmagnet der Region sind (und nebenbei noch eines der offiziellen Natur-Weltwunder – laut UNO).
Und da mal schon mal dort ist kann man gleich den nahe gelegenen Vogelpark einen Besuch abstatten, in dem man Vögel und Schmetterlinge vom ganzen Kontinent beobachten kann.
Da man das ganze Wasser der Gegend ja auch nicht ungenützt lassen sollte hat man das größte derzeit in Betrieb stehende Wasserkraftwerk der Welt hingebaut. Das im 170 km langen Stausee gespeicherte Wasser des Itaipu-Staudammes liefert so um die 14000 MW an Energie, was ausreichend ist, um 95% des Strombedarfs Paraguays und 20% des brasilianischen Strombedarfs zu decken. Natürlich ist der Damm auch ein Wunder – „Wunderwerk der modernen Technik“ – laut der UNO.

Nach so vielen „Wundern“ wollte ich auch wieder mal ein „normales“ südamerikanisches Land sehen, dass nicht überall mit Superlativen um sich wirft.
Und weil Paraguay „gleich um die Ecke“ liegt, bin ich noch schnell „auf einen Sprung“ nach Ciudad del Este gefahren, dem Schmuggler- und Fälscherzentrum der Region. Beeindruckend zu sehen, wie sich eine ganze Stadt auf diese Geschäftsbereiche spezialisiert und wie unterschiedlich die wirtschaftliche Entwicklung und die sozialen Strukturen auf den beiden Seiten des Grenzflusses Paraná ausgeprägt sind.

Nach diesem kurzen Abstecher nach Paraguay erwischte mich nun endgültig das Tropengewitter, das mich schon seit São Paulo zu verfolgen schien und ich nahm eine unfreiwillige Dusche. Völlig durchnässt aber gerade noch rechtzeitig kam ich am Flughafen an wo mich schon der Flieger Richtung São Paulo erwartete. Von dort ging es dann nach kurzem Aufenthalt wieder zurück nach Lima, wo meine Freunde in der Zwischenzeit meine Abschiedsparty organisiert hatten. Aber das ist eine andere Geschichte…

Hier nun wieder „ein paar“ Fotos:

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São Paulo
 

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Rio de Janeiro – Stadt 

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Rio de Janeiro – Sehenswürdigkeiten 

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Rio de Janeiro – Strände 

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Iguazu-Fälle 

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Vogelpark 

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Itaipu-Staudamm 

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Paraguay 

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Fauna und Flora 

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Reisefotos 

Schöne Grüße

Hubert

Nordperu und Ecuador

Samstag, 8 März 2008 von oberhubert

Wie versprochen gibt’s nun nachträglich noch die letzten Reiseberichte.

Also, nachdem ich mein Praktikum an der österreichischen Botschaft in Lima am Freitag, 08. Februar, beendet hatte, ging’s am Samstag um 04:00 per Flugzeug Richtung Piura, der größten Stadt im Norden Perus.

Piura wurde 1532 von Pizarro gegründet und gilt somit als älteste Kolonialstadt Perus. Aufgrund mehrerer Naturkatastrophen (Erdbeben, Tsunami, Trockenzeiten, Überflutungen, …) ist vom ursprünglich kolonialen Flair der Stadt leider nicht mehr viel übrig.
Wie überall an der Nordküste gibt es auch in Piura Ruinen vergangener Kulturen: Die Moché, mit ihrem Zentrum in Chan Chan, Trujillo, waren genauso hier wie danach die Inka und schließlich die Spanier. Neben besagten Ruinen besichtigte ich noch einen Kunsthandwerksmarkt in der Nähe.

Da die Stadt ansonsten nicht sehr viel hergab nahm ich am späten Nachmittag einen Bus Richtung Tumbes, wo ich kurz vor Mitternacht ankam.
Die Stadt, die als Wiege der südamerikanischen Erdölindustrie gilt, war bis 1941 ein Teil Ecuadors, liegt aber seit dem Krieg 30 km südlich der Grenze.
Übrigens gibt’s dort den einzigen Mangrovenwald Perus – eine Klimazone mehr in meiner Statistik. In den Wäldern, in denen viele vom aussterben bedrohte Vögel leben, gibt es auch eine Krokodilzucht, die das Ziel hat, diese ursprünglich dort heimischen Tiere wieder anzusiedeln.

Nach diesem Ausflug in die Wildnis nahm ich den nächsten Bus Richtung Guayaquil in Ecuador, wo ich am Abend ankam.
Die Stadt, mit ihren über 2 Millionen Einwohnern die größte Stadt Ecuadors (größer als die Hauptstadt Quito), gilt wegen ihrer schönen Altstadt als „Perle des Pazifiks“.
Das wussten natürlich auch die Piraten früher zu schätzen und überfielen die Stadt in regelmäßigen Abständen.
Des Weiteren ist
Guayaquil bekannt als Ort, an dem sich San Martín und Simon Bolivar, die beiden Helden der Befreiung Südamerikas, trafen und ihre Erfahrungen austauschten.

Nachdem ich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt abgehakt hatte ging es am Montagabend wieder in Richtung Peru.
Nach einer Übernachtung in Tumbes fuhr ich Dienstagfrüh nach
Mancora, dem bekanntesten Badestrand Perus.
Der Ort bietet schöne Sandstrände und nette Buchten ebenso wie große Wellen für Surfer und hat wegen des ganzjährigen Sonnescheins immer Hochsaison.

Leider hieß es am Abend wieder Abschied nehmen, da ich nach Piura aufbrechen musste, wo am nächsten morgen um 8 Uhr Früh mein Flieger zurück nach Lima ging.

Es scheint zwar als wäre meine letzte Reise in Peru etwas stressig gewesen, aber in Wirklichkeit ging sich alles schön aus und ich konnte mich ja während der langen Busfahrten (zwischen 4 und 6 Stunden täglich) gut erholen. Somit konnte ich vier Städte in vier Tagen ansehen und den letzten großen weißen Fleck von meiner Peru-Landkarte streichen.

Was bleibt sind viele schöne Eindrücke von einem überaus interessanten und abwechslungsreichen Land und das Ziel, die restlichen, kleinen und weniger bedeutenden aber mindestens genauso sehenswerten Städte und Orte beim nächsten Ausflug in die Gegend zu besichtigen.

Hier wieder die Fotos:

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Landschaft

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Mangroven und Krokodilfarm

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Reisefotos

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Städtefotos

Schöne Grüße

Hubert

ein letztes Mal aus Lima

Donnerstag, 21 Februar 2008 von oberhubert

Heute schreib ich ein letztes Mal aus Lima.

Konnte mich leider in den letzten Wochen nicht melden, da ich fast immer unterwegs war. Meine „Abschiedstournee“ führte mich in die Magrovenwälder Nordperus, zum bekanntesten Strand Perus, nach Ecuador, Brasilien (Sao Paolo, Rio de Janeiro und Iguazu-Fälle) und schlussendlich auch noch nach Paraguay.

Ausführliche Berichte über diese Reisen werde ich in den nächsten Tag ins Internet stellen.

Gestern Abend gab’s noch meine Abschiedsparty mit den verbliebenen Freunden (der Rest ist schon wieder irgendwo unterwegs).

Jetzt heißt’s noch Sachen packen, bei den Leuten verabschieden und ab zum Flughafen – es erwarten mich 30 Stunden Reisezeit, davon 17 im Flugzeug.

 Vielen Dank für die vielen netten Kommentare!

Also dann, bis Bald in Europa

Schöne Grüße aus Lima

Hubert