Nordperu und Ecuador

Wie versprochen gibt’s nun nachträglich noch die letzten Reiseberichte.

Also, nachdem ich mein Praktikum an der österreichischen Botschaft in Lima am Freitag, 08. Februar, beendet hatte, ging’s am Samstag um 04:00 per Flugzeug Richtung Piura, der größten Stadt im Norden Perus.

Piura wurde 1532 von Pizarro gegründet und gilt somit als älteste Kolonialstadt Perus. Aufgrund mehrerer Naturkatastrophen (Erdbeben, Tsunami, Trockenzeiten, Überflutungen, …) ist vom ursprünglich kolonialen Flair der Stadt leider nicht mehr viel übrig.
Wie überall an der Nordküste gibt es auch in Piura Ruinen vergangener Kulturen: Die Moché, mit ihrem Zentrum in Chan Chan, Trujillo, waren genauso hier wie danach die Inka und schließlich die Spanier. Neben besagten Ruinen besichtigte ich noch einen Kunsthandwerksmarkt in der Nähe.

Da die Stadt ansonsten nicht sehr viel hergab nahm ich am späten Nachmittag einen Bus Richtung Tumbes, wo ich kurz vor Mitternacht ankam.
Die Stadt, die als Wiege der südamerikanischen Erdölindustrie gilt, war bis 1941 ein Teil Ecuadors, liegt aber seit dem Krieg 30 km südlich der Grenze.
Übrigens gibt’s dort den einzigen Mangrovenwald Perus – eine Klimazone mehr in meiner Statistik. In den Wäldern, in denen viele vom aussterben bedrohte Vögel leben, gibt es auch eine Krokodilzucht, die das Ziel hat, diese ursprünglich dort heimischen Tiere wieder anzusiedeln.

Nach diesem Ausflug in die Wildnis nahm ich den nächsten Bus Richtung Guayaquil in Ecuador, wo ich am Abend ankam.
Die Stadt, mit ihren über 2 Millionen Einwohnern die größte Stadt Ecuadors (größer als die Hauptstadt Quito), gilt wegen ihrer schönen Altstadt als „Perle des Pazifiks“.
Das wussten natürlich auch die Piraten früher zu schätzen und überfielen die Stadt in regelmäßigen Abständen.
Des Weiteren ist
Guayaquil bekannt als Ort, an dem sich San Martín und Simon Bolivar, die beiden Helden der Befreiung Südamerikas, trafen und ihre Erfahrungen austauschten.

Nachdem ich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt abgehakt hatte ging es am Montagabend wieder in Richtung Peru.
Nach einer Übernachtung in Tumbes fuhr ich Dienstagfrüh nach
Mancora, dem bekanntesten Badestrand Perus.
Der Ort bietet schöne Sandstrände und nette Buchten ebenso wie große Wellen für Surfer und hat wegen des ganzjährigen Sonnescheins immer Hochsaison.

Leider hieß es am Abend wieder Abschied nehmen, da ich nach Piura aufbrechen musste, wo am nächsten morgen um 8 Uhr Früh mein Flieger zurück nach Lima ging.

Es scheint zwar als wäre meine letzte Reise in Peru etwas stressig gewesen, aber in Wirklichkeit ging sich alles schön aus und ich konnte mich ja während der langen Busfahrten (zwischen 4 und 6 Stunden täglich) gut erholen. Somit konnte ich vier Städte in vier Tagen ansehen und den letzten großen weißen Fleck von meiner Peru-Landkarte streichen.

Was bleibt sind viele schöne Eindrücke von einem überaus interessanten und abwechslungsreichen Land und das Ziel, die restlichen, kleinen und weniger bedeutenden aber mindestens genauso sehenswerten Städte und Orte beim nächsten Ausflug in die Gegend zu besichtigen.

Hier wieder die Fotos:

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Landschaft

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Mangroven und Krokodilfarm

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Reisefotos

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Städtefotos

Schöne Grüße

Hubert

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